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Der Zwiebelturm leuchtet jetzt mit seinen glitzernden Mosaiken und goldenen Farben weit über den Kunsthof hinaus.

Als wir im Jahr 2009 die Gebäude der ehemaligen Sticktex übernahmen, hatten wir nicht den Hauch einer Idee von dem, was heute in der Ludwig-Jahn-Straße 12 zu sehen ist. In nunmehr sieben Jahren ist ein Kunsthof mit Kunsthaus und Hundertweltenhaus entstanden, und im Außengelände sind Teile des essbaren Gartens und ein Teich angelegt. Am 31. August 2016 ging ein lang gehegter Traum in Erfüllung: dem Hundertweltenhaus wurde die kunstvolle Krone aufgesetzt! Zahlreiche Gäste verfolgten die Millimeterarbeit des Turmhebens auf den Schornstein, die von den Schalmeien lautstark unterstützt wurde.  Besonders die Ansprache der Bauherren sorgte für bewegte Momente und gern geben wir sie auszugsweise weiter.

„Ganz oft fragen uns die Gäste: Wer hat denn all diese Ideen?

Die Grundidee stammt sicher von uns. Wir haben ein visionäres Bild entworfen und nach Menschen gesucht, die dieses Bild mit uns umsetzen. Mit Entwürfen, Skizzen und vielen Gesprächen konnten wir Freunde und Handwerker für unser Projekt begeistern und ihre Kreativität wecken.

Da gibt es den Architekten, der seinen ursprünglichen Entwurf in ein farbenfrohes Gebäude nach unseren Vorstellungen verwandelte und damit die Basis für die Projektrealisierung schuf.

Da gibt es den Maurer, der sein Leben lang rechtwinklige Häuser baute und heute geschwungene Mauern im Materialmix selbst entwirft und fertigstellt.

Da gibt es den Putzer, der kunstvolle Wände ohne Verwendung einer Wasserwaage erschafft.

Da gibt es den Dachdecker, der von sich aus kurvenreiche Dachabläufe und Fallrohre kreiert. Die Wasserwaage hat er schon längst beiseite gelegt.

Da gibt es den Fußbodenleger, der verschiedene Muster entwirft und ausgefallene Böden gestaltet.

Da gibt es den Maler, der seiner Farbenfreude freien Lauf lässt und neue Techniken ausprobiert.

Da gibt es die Künstlerin, die nächtelang Fliesen zerkleinert und diese in kunstvolle Mosaike wieder zusammenfügt.

So könnte jedes Handwerk, jeder Künstler genannt werden.

Alles am Bau sollte kreativ und großzügig sein, nicht wie gewohnt rechtwinklig und akkurat. Das war eine Herausforderung, die jeden einzelnen zu Ideen inspirierte. Wie bei einem Orchester, in dem jeder sein Instrument zu spielen weiß, braucht es einen Dirigenten, um all diese Fähigkeiten zu einer Komposition zusammenzufügen und jedes einzelne Talent ans Licht zu bringen.

In unserem Fall oblagen dem Dirigenten die konstruktiven Ideen, die tägliche Bauleitung, die künstlerische Gestaltung sowie Überwachung des Gesamtkonzeptes. Die detaillierte Ausführung erfolgte von den Musikern, also den Fachleuten, Handwerkern und Künstlern, die ihre eigenen Ideen und Fähigkeiten einbrachten und so diese großartige Komposition des Hundertweltenhauses schufen. Euch allen wollen wir DANKE sagen und das großartige Lob weitergeben, welches wir von zahlreichen Gästen täglich erhalten! “

Besonderen Dank sagen wir unseren Stadträten, die unsere hundertwassergeprägten Ideen unterstützt und mitgetragen haben und unserem Bürgermeister Uwe Staab für seine berührenden Grußworte.

Kerstin und Wolf-Dietrich Schreier

 

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